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Aikido
die bewegte Friedenskunst |
Clarissa Henke, 4. Dan Aikido
Gründerin des Zentrum am Park und Leiterin des Aikido Niji Dojo
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Aikido ist im eigentlichen Sinne eine japanische Kampfkunst.
Da Kampf jedoch im Aikido keinen Raum hat, finde ich es inzwischen wesentlich stimmiger, von Bewegungskunst zu reden.
Eine Erklärung von Aikido ist: die Energie eines Angreifers aufnehmen, umlenken und ihn dann mit dessen eigenem Schwung zu Fall zu bringen.
Für mich sind die dem Aikido innewohnenden Ideen der Harmonie, Gewaltlosigkeit, Selbst-Verantwortung und ein sich ständiges Weiterentwickeln wesentlich. Mit meiner Art, Aikido zu unterrichten, möchte ich Menschen Wege aufzeigen, sich körperlich und geistig gesund zu bewegen und über Bewegungs- und Kontaktfreude einen offenen Geist zu entwickeln, durch den sie sich voll entfalten können.
Entwickelt wurde Aikido durch den japanischen Meister Morihei Ueshiba, der viele Kampkünste praktizierte und in asiatischen Kriegen der Kämpfe müde wurde. Sein visionärer Wunsch war, einen Weg zu entwickeln, der Liebe und Harmonie unter die Menschen bringt. Aikido ermöglicht das Einlassen auf einen Prozess, in dem es nicht um schnelle, vorzeigbare Erfolge geht, sondern darum, Körper und Geist unter Respektierung der eigenen Grenzen leistungsfrei zu entwickeln. Aus diesem Grund verstehe ich Aikido eher als Selbstentwicklung denn als Selbstverteidigung.
Aikido ist ein Weg, durch Freude und Bewegung zu innerer Ausgeglichenheit und Selbstvertrauen, zu Harmonie von Körper und Geist zu kommen. Es beruht auf Durchlässigkeit in der Bewegung, Ruhen in der eigenen Mitte, entspanntem Reagieren und der Fähigkeit, sich im Hier und Jetzt zu fühlen.
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Aikido ist lebendig, dynamisch und konzentriert.
Aikidobiografie Clarissa Henke
Nach dem Ausprobieren verschiedener Kampfkünste kam ich 1985 im Selbstverteidigungszentrum für Frauen zufällig zum Aikido.
1987 erlebte ich das erste Mal meine zukünftige Aikidolehrerin Ulrike Serak und war begeistert: was ich dort sah, wollte ich auch lernen! Meine dadurch geweckte Leidenschaft ließ Aikido mein Leben durchdringen und ich begann, den WEG im Aikido zu fühlen. Und ihn zu leben.
Ebenfalls 1987 nahm ich zum ersten Mal an den jährlich stattfindenden internationalen Frauen Aikido Camps teil.
Über die Jahre begegnete ich dort vielen verschiedenen Aikido-Trainerinnen, die mich durch unzählige Aikidostunden begleiteten und, wie z. B. Geraldine Tremblay aus Kalifornien, Cosima Turco aus Italien und Miranda Saarentaus aus Finnland, tiefe Spuren in mir hinterließen.
An den Camps nehme ich bis heute als Teilnehmerin, Organisatorin oder Trainerin teil.
Durch die frühzeitige Möglichkeit, in Ulrike Seraks Dojo auch zu unterrichten, konnte ich feststellen, dass es mich faszinierte, meine Aikidobegeisterung Anderen vermitteln zu können. 1995 eröffnete ich mit dem Aikido Frauen Dojo als Abteilung des Kunsthaus Lahnstrasse e.V. meine eigene Schule in Berlin. In dieser Zeit war Wolfgang Sambrowsky-Gille aus Oldenburg ein wichtiger Lehrer für mich, der mich durch seine Art zu unterrichten sehr inspirierte. Anfang 2009 habe ich das Dojo in Aikido Niji Dojo umbenannt und es auch für Männer geöffnet.
2008 wurde ich zum 4. Dan Aikido graduiert.
Im Sommer 2010 begegneten mir die leerstehenden und sanierungsbedürftigen Räume in der Meraner Strasse 31. In mühevoller Kleinarbeit habe ich mit Unterstützung von SchülerInnen begonnen, hier einen neuen Raum für meinen Aikidounterricht herzurichten. Mein Wunsch ist, mit diesem Zentrum einen Ort zu schaffen für sanfte Methoden, die das Wohlbefinden der Menschen unterstützen können.

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